Ein Autokauf ist meist eine sehr kostspielige Angelegenheit – egal ob Gebrauchtfahrzeug, Jahres- oder Neuwagen. Doch mit dem Kauf an sich sind die anfallenden Kosten natürlich nicht passé. Die jährlichen Unterhaltskosten sind ebenfalls ein immenser Faktor, den man nicht vernachlässigen sollte. Wir haben uns die Aufteilung der Kosten einmal genauer angeschaut und erklären, worauf man achten sollte.

Zwar fallen die Kosten für den Kraftstoff, den das Auto zum Fahren benötigt, regelmäßig und mit Abstand am häufigsten an, jedoch sind die Spritkosten längst nicht der einzige Kostenpunkt. Man spürt diese Kosten zwar unmittelbar im Geldbeutel, jedoch kann man den Verbrauch beispielsweise durch eine spritsparende und vorausschauende Fahrweise deutlich senken und somit auch zu einer geringeren Belastung der Umwelt beitragen. Diese Tatsache dürfte vor allem jungen Fahrern schmerzlich bewusst werden, sobald einmal ein Defekt am Fahrzeug auftritt und man sich zur Reparatur in die Werkstatt begeben muss.

Das Traumauto kaufen… aber…

Viele träumen auch davon, einmal ihr Traumauto zu fahren und sehen in erster Linie nur den günstigen Preis eines Gebrauchtwagens, vernachlässigen dabei aber die Folgekosten. Wie man trotzdem die Chance auf einen schicken Sportwagen hat, zeigen wir in unserem Artikel. Fixe Kosten sind ebenfalls die Steuern, die für das Fahrzeug jedes Jahr fällig werden. Von welchen Faktoren diese abhängen und wie man diese für das jeweilige Fahrzeugmodell berechnet, erfährt man beim praktischen Steuerrechner der ErgoDirekt. Hält man sich einmal vor Augen, welche Summe für sämtliche Kostenpunkte jährlich zusammenkommt, wird so manchem erst einmal bewusst, welche enormen versteckten Kosten neben den offensichtlichen bei einem Auto anfallen. Doch keine Sorge, es gibt viele Punkte, die das Potential besitzen, den Geldbeutel zu entlasten und bares Geld zu sparen.

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Bereits beim Kauf sollte man sich der Folgekosten im Klaren sein

Wer erwägt, sich ein Auto zu kaufen, sollte sich bereits im Voraus mit den Kosten beschäftigen, die nicht nur die Anschaffung an sich, sondern auch die Kosten betreffen, die diese nach sich zieht. Die Betriebskosten hängen dabei unter anderem von der Fahrzeugklasse des erworbenen Modells ab. So ist ein Kleinwagen in der Regel günstiger als ein Modell der Mittelklasse und dieses wiederum als eines der Oberklasse. Bei einem Kleinwagen kann man mit grob 200 Euro Unterhaltskosten im Monat rechnen, für einen Mittelklassewagen kann schnell der doppelte Betrag anfallen. Hierbei kann man sagen, dass die Kosten für den Unterhalt mit zunehmender Leistung des Fahrzeugs ebenfalls steigen. Doch aufgepasst – auch innerhalb einer Klasse können die anfallenden Betriebskosten stark variieren.

Der Versicherungsbeitrag hängt von zahlreichen Faktoren ab

Abhängig von der Art des Fahrzeugs ist neben anderen Faktoren wie der Laufleistung, die man im Jahr mit dem Auto absolviert, auch die Einstufung bei der Versicherung. Diese Kategorisierung ist dabei von zahlreichen Faktoren abhängig und kann von jeder Versicherung anders vorgenommen beziehungsweise betrachtet werden und somit weichen auch die aufgerufenen Preise teils deutlich voneinander ab. Entscheidende Faktoren sind unter anderem die Fahrzeugmarke, die Schadensfreiheitsklasse sowie das Alter des Fahrers, der Ort der Zulassung, das Vorhandensein einer abschließbaren Garage zur Senkung des Risikos von Diebstählen oder die Kilometerzahl, die der Fahrer mit dem Fahrzeug pro Jahr zurücklegt. Ebenfalls tragen Fakten zur Beitragsberechnung bei, wie die Dauer, über die der Versicherungsnehmer bereits den Führerschein besitzt oder dieser unfallfrei auf den Straßen unterwegs ist. Ob man einen Erst- oder Zweitwagen versichern möchte, wer und wie viele Personen das Auto fahren und wo dieses in der Regel abgestellt wird, sind ebenfalls relevante Informationen, die in die Berechnung des letztendlich anfallenden Betrages für die Versicherung mit einfließen. Um die günstigste Versicherung für das eigene Fahrzeug zu finden, eignet sich am besten ein Online-Vergleich der verschiedenen Versicherungen.

Die Umweltbelastung des Fahrzeugs ist entscheidend für die Höhe der KFZ-Steuer

Zu den Kosten der Versicherung kommen noch die vom Staat erhobenen Steuern für das KFZ hinzu, die sich aus der Art des Motors (Benziner, Diesel, Elektro, Erdgas,…), des Hubraums sowie seit einigen Jahren auch aus der Menge der ausgestoßenen Schadstoffen in die Umgebungsluft zusammensetzt. Benziner sind in der Anschaffung in der Regel etwas günstiger als Dieselfahrzeuge und unterliegen geringeren Steuersätzen. Bei den Spritkosten ist dafür der Diesel leicht im Vorteil, wodurch er sich für Fahrer eignet, die viele Kilometer mit ihrem Wagen zurücklegen. Fahrzeuge, die mit Erdgas oder einem Elektromotor betrieben werden, sind zwar im Vergleich teurer in der Anschaffung, werden jedoch teilweise staatlich bezuschusst und weisen in Sachen Spritkosten und Steuern deutlich geringere Werte auf, wodurch sich der Mehrpreis beim Kauf mit der Zeit durchaus rechnen kann. Aktuell spricht zudem noch ein weiterer Vorteil für den Kauf eines Elektroautos. Wer seinen Stromer bis zum Ende des Jahres 2020 zulässt, fährt fünf Jahre von jeglicher KFZ-Steuer befreit. Danach soll der Steuersatz im Vergleich zu Benzin- oder Dieselfahrzeugen weiterhin deutlich geringer ausfallen.

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Der Zahn der Zeit nagt an jedem Fahrzeug

Neuwagenkäufer bleiben in den ersten Jahren zwar von schwerwiegenden Schäden oder Defekten am Fahrzeug üblicherweise verschont, jedoch fallen auch hier mit der Zeit die ersten Wartungskosten für Inspektion oder einen Ölwechsel an. Um die Fahrzeuggarantie in den ersten Jahren aufrecht zu erhalten, muss das Fahrzeug zudem regelmäßig in die Wartung gegeben werden. In der Vertragswerkstatt wird der Wagen gründlich durchgecheckt, der Ölwechsel durchgeführt sowie bei Bedarf Verschleißteile oder defekte Komponenten ausgetauscht.

Umso älter ein Fahrzeug, umso häufiger sind Reparaturen notwendig

Mit den Jahren kommen häufig auch unplanmäßige Besuche in der Werkstatt hinzu, falls ein Bauteil am Fahrzeug beschädigt oder defekt ist, da man etwa einen Unfall hatte oder die Komponente dauerhaftem Verschleiß unterliegt. So können ja nach Bauteil, Automodell und anderen Faktoren wie die Wahl der Werkstatt schnell einmal Kosten von mehreren Tausend Euro zusammenkommen, vor allem über mehrere Jahre gesehen. Wir von Autotuning.de haben jedoch auch dafür die passenden Tipps und Tricks parat, um einem vorzeitigen Verschleiß und dem unvermeidbaren Gang in die Werkstatt entgegenzuwirken. Wer vorhat, einen gebrauchten Wagen zu kaufen, kann sich bereits im Vorfeld über einen Gebrauchtwagenratgeber wie den jährlich erscheinenden TÜV-Report über die Mängelanfälligkeit in verschiedenen Altersklassen des jeweiligen Fahrzeugs informieren, um bösen Überraschungen vorzubeugen. Apropos TÜV! Bei gebrauchten Fahrzeugen fällt natürlich auch noch alle zwei Jahre die Hauptuntersuchung samt der Abgasuntersuchung an, bei der das Auto auf sicherheitsrelevante Mängel und die Verkehrssicherheit geprüft wird.

Der Wertverlust – ein nicht zu vernachlässigender Kostenfaktor

Wer einen Neuwagen erwirbt, bleibt zwar abgesehen von den Kosten, die für die Inspektionen zur Wahrung des Garantieanspruchs seitens des Herstellers anfallen, in der Regel von größeren Investitionen für die Wartung des Fahrzeugs oder dem Austausch defekter beziehungsweise verschlissener Teile verschont, jedoch ist der Wertverlust in den ersten drei Jahren nach dem Erwerb deutlich stärker als bei einem älteren Gebrauchtwagen. Wer einem allzu großen Wertverlust entgegenwirken will, kann über Restwertprognosen herausfinden, bei welchen Fahrzeugmodellen der Werterhalt am größten ist und dies beim Kauf des Wagens berücksichtigen. Bei Neuwagen kann der Wertverlust auch anhand der Schwacke-Liste, die den Listenpreis und verschiedene weitere Faktoren zugrunde legt, berechnet werden.

Wer dem starken Wertverlust vieler Fahrzeuge in den ersten Jahren entgehen möchte, kann sich einen jüngeren Gebrauchtwagen anschaffen, wobei natürlich darauf zu achten ist, dass kein Wartungsstau vorliegt. Zudem bieten Händler von gebrauchten Fahrzeugen in der Regel eine Garantie für Gebrauchtwagen an, sodass man erstmal eine Weile vor Kosten durch einen Schaden oder Defekt abgesichert ist. Nach Ablauf der Garantie muss man die Kosten für häufiger auszutauschende Verschleißteile am Auto wie Bremsen oder Reifen selbst tragen, wobei die Beträge in genannten Fällen noch recht überschaubar sind. Im schlimmsten Fall hat man schwerwiegende Mängel beim Kauf übersehen und das vermeintliche Schnäppchen entpuppt sich als Kostenfalle. Wer technisch begabt ist und sich mit den Bauteilen eines Autos bestens auskennt, kann jedoch einiges an Kosten sparen, wenn er den Austausch defekter Bauteile oder auch kleinere Wartungsarbeiten wie den Ölwechsel selbst durchführt. Generell gilt jedoch immer der bekannte Spruch – Augen auf beim Autokauf!

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