Dem Getriebe wird wenig Beachtung geschenkt, zumindest, solange das Schalten problemlos funktioniert. Das komplexe Bauteil liegt versteckt im Motorraum. Kommt es zu einem Getriebeschaden, müssen Opelfahrer tief in die Tasche greifen. Bei älteren Modellen kann ein wirtschaftlicher Totalschaden eintreten. Der Austausch ist dabei dennoch die bessere Wahl als eine Reparatur.

Wie kommt es zu einem Getriebeschaden?

Die Ursachen eines Getriebeschadens sind in technischen Schwächen wie in menschlicher Unzulänglichkeit zu suchen. Wurde ein technisch minderwertiges Getriebe verbaut, verschleißen die Teile schnell und es kommt nach einer gewissen Laufleistung zu einem Getriebeschaden. Auch der Fahrer selbst kann die Haltbarkeit des Getriebes beeinflussen.

Die Schonung des Getriebes ist auf zahlreiche Weise möglich. Fahrer sollten ihr Schaltverhalten anpassen und Schaltfehler vermeiden, den Drehzahlbereich nicht zu hoch wählen. Das Schleifen lassen der Kupplung, ein abrupter Gangwechsel und das Überspringen der Gänge sorgt ebenfalls für Probleme. Autofahrer sollten das Getriebeöl regelmäßig kontrollieren und bei einem Stau in den Leerlauf schalten und die Kupplung nicht permanent durchtreten.

Lohnt sich der Austausch des Getriebes?

Für die Reparatur eines Getriebeschadens ist die gleiche Arbeitszeit erforderlich wie für den Austausch des kompletten Getriebes. Bei der Aufbereitung des eigenen Getriebes fallen mehr Arbeitsstunden an.

Das defekte Bauteil muss nach dem Ausbau geprüft und ggf. instandgesetzt werden. Das Risiko, dass es erneut zu Defekten kommt, ist dabei vergleichsweise groß. Daher ist der Austausch des Opel-Getriebes in jedem Fall die wirtschaftlichere und sicherste Lösung. Die Kosten sind abhängig von jeweiligen Opel-Modell und davon, ob es sich um ein Schalt- oder ein Automatikgetriebe handelt.

Den größten Posten auf der Rechnung macht dabei der Arbeitsaufwand aus. So kostet der Tausch des Automatikgetriebes bei Zafira, Insignia und Omega etwa 4.400 Euro. Bei Meriva und Astra müssen etwa 4.000 Euro bezahlt werden. Die manuellen Schaltgetriebe von Corsa, Astra, Tigra oder Kadett GSI werden für circa 1.200 Euro getauscht. Die Preise können natürlich stark abweichen, da sie von vielen Faktoren abhängig sind.

Wie lässt sich ein Getriebeschaden erkennen?

Dringen ungewöhnliche Geräusche aus dem Motorraum, ist dies ein erstes Anzeichen, dass sich Schwachstellen am Getriebe bemerkbar machen. Bemerken Opel-Fahrer ein rasselndes, metallisches Geräusch und vibriert der Wagen ungewöhnlich, sollte eine Fachwerkstatt aufgesucht werden. Wer frühzeitig reagiert, kann vermutlich den Getriebetausch noch verhindern. Häufig müssen lediglich Schaltmuffe oder Nadellager ausgetauscht werden.

Nicht nur der äußeren Autopflege sollte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Auch das Getriebe bedarf einer regelmäßigen Kontrolle. So zeigt das 6-gängige M32-Opel-Getriebe häufiger Schwachstellen. Wer sein Schaltverhalten beobachtet und anpasst, wird frühzeitig Schwachpunkte am Getriebe aufdecken. Die Gänge sollten sich ohne Probleme einlegen lassen. Ist dies nicht möglich, sollte das Getriebeöl überprüft werden. Mangelt es an Öl, entsteht eine Reibung und diese verursacht über kurz oder lang Pittings genannte Ausbrüche an den Zahnrädern. Ein Getriebeschaden droht.

Eindeutig lässt sich ein Schaden am Getriebe an austretenden Ölflecken erkennen. Zunächst sollte überprüft werden, ob das Öl aus dem Motor oder dem dahinterliegenden Getriebe austritt. Ist Letzteres der Fall, sollte der Opel nicht mehr gefahren und die nächste Werkstatt aufgesucht werden. Das Versagen des Getriebes ist nur noch eine Frage der Zeit, wenn sich die Gänge nicht mehr wie gewohnt einlegen lassen und sich der Opel im Leerlauf befindet, obwohl der Gang eingelegt ist.

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Datum der Erstveröffentlichung: 12.04.2019

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