Ratten sind borstige Tiere mit Ringelschwanz, die niemand gerne in seinem Haushalt haben möchte. Doch im Tuning-Bereich steht „Ratte“ oder „Ratcar“ für etwas völlig anderes. Wir klären euch auf…

Eine „Ratte“ stellt ein Fahrzeug dar, welches bewusst auf „alt und gammelig“ getrimmt wurde. Im Gegensatz zu „Show & Shine“-Fahrzeugen, bei denen Rost ein absolutestes Tabu ist, sind die Rostflächen und Schäden bei „Ratcars“ absolut gewollt und werden gezielt hinzugefügt. Daneben ist als „Ratten“-Besitzer nur eins gefragt: Möglichst viel Kreativität. Überrollbügel aus Bambus, selbst zusammengeschweißte Komponenten oder ein Schaukelpferd auf dem Dachträger – alles ist erlaubt.

Passende Kulissen

Auch die Präsentation wird zumeist mit derselben Kreativität umgesetzt die sich auch am Fahrzeug selbst wiederfindet. Besonders beliebt ist hier das Motto „Scheunenfund„, komplett mit Strohballen und Heugabel. Doch die Kulissen gleichen sich untereinander genauso wenig wie eine „Ratte“ der anderen.

Bild Ratte

Meistens nicht so marode wie sie aussehen

Als Basis für „Ratten“ werden, bis auf wenige Ausnahmen, zumeist ältere Fahrzeuge verwendet. Somit hält sich auch der Kostenfaktor in Grenzen, ganz besonders da viele der „Accessoires“ beim Schrotthändler oder gar im eigenen Keller gefunden werden können. Auch Komponenten, die nicht für das jeweilige Auto gedacht wurden stellen kein Tabu dar. Im Gegensatz zu dem oftmals heruntergekommenen Äußeren sind die „Ratcars“ unter der Haube jedoch zumeist in einwandfreiem Zustand.

Hier scheiden sich die Geister

In der Szene sind „Ratten“ nach wie vor umstritten. Zu tief sitzt noch die Vorstellung vom klassischen Showfahrzeug als Tuningobjekt. Auch bei Messebesuchern sind die Reaktionen ganz unterschiedlich. Bei den Besitzern selbst ist diese Polarisierung durchaus gewollt. Unabhängig davon, was man persönlich von dem Trend hält, ist jedoch eine immer weitere Verbreitung der „Ratcars“ zu beobachten.

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