Der G-Lader war früher vor allem bei Volkswagen weit verbreitet. Er vereinte zur damaligen Zeit alle Vorteile herkömmlicher Bauteile zur Kompression von Ladeluft. Er war seiner Zeit voraus da er einen gleichmäßigen und nicht pulsierenden Luftstrom erzeugte. Über den ganzen Drehzahlbereich konnte ein gleichmäßiger Ladedruck zur Verfügung gestellt werden. Der G-Lader war früher sehr beliebt und wird auch heute noch oft von Volkswagen-Fans geschätzt. Wie er genau funktioniert und warum er heute nicht mehr zum Einsatz kommt erfahrt ihr in unserem Lexikonartikel.

In der Zeit als der G-Lader bei Volkswagen verwendet wurde, hatten andere Verdichter wie beispielsweise der Turbolader und der Kompressor noch häufige Probleme, durch welche eine Serienfertigung verhindert wurde. Der G-Lader bot währenddessen eine sehr gute Alternative durch seine geringe Lautstärke und einem überdurchschnittlichen Wirkungsgrad.

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Wie funktioniert der G-Lader?

Der G-Lader arbeitet nach dem Prinzip der umlaufenden Verdrängung. Er besteht aus zwei ineinanderlaufende Spiralen von welchen der G-Lader auch seinen Namen hat, da die Spiralformen an ein G erinnern. Eine der beiden Spiralen des Laders ist starr und die andere bewegt sich exzentrisch auf einer kreisförmigen Bahn. Bei jeder Umdrehung der Spiralen, werden die Kammern zur Mitte hin immer enger während ein minimaler Abstand der Spiralen bestehen bleibt.

Dadurch wird die Luft auf der äußeren Seite angesaugt und zur Mitte der Spirale immer weiter verdichtet bis sie in der Mitte der Spirale ausgestoßen wird. Der G-Lader wird über einen Riemen angetrieben und gehört damit nicht zu den Turboladern, sondern vielmehr zu den Kompressoren. Die verdichtete Luft die aus dem G-Lader kommt muss erst noch über einen Ladeluftkühler abgekühlt werden bevor sie zum Motor gelangt.

 

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Eine Bypassklappe regelt bei geringeren Drehzahlen den Druck im Druckrohr und leitet den überschüssigen Druck zurück zum G-Lader. Bei Volllast bleibt das Bypassventil geschlossen und der gesamte Druck liegt am Motor an.

Nachteile des G-Laders

Der G-Lader wurde von Volkswagen als wartungsfrei angepriesen. Da der Verdichtungsraum abgedichtet werden muss, sind allerdings Dichtungen nötig, welche am Gehäuse reiben. Der G-Lader ist somit nicht reibungsfrei im Gegensatz zu Abgasturbolader und Kompressoren. Dadurch ist der G-Lader auch anfälliger als die aktuell genutzten Verdichter.

Heute wird der G-Lader nicht mehr serienmäßig verbaut. Die Weiterentwicklung von Turboladern und Kompressoren ist soweit ausgereift, dass die reibungsfrei arbeitenden Verdichter eine weitaus längere Lebenszeit haben. Durch technische Weiterentwicklungen konnte auch der Wirkungsgrad verbessert werden. So hat der G-Lader heute nur noch nostalgische Bewandtnis.

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Was ist ein G-Lader?
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Datum der Erstveröffentlichung: 19.03.2018

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