Was wird der Tuningtrend 2017? Unser Redakteur Ben Planz hat in der Vergangenheit ein gutes Händchen für Trendprognosen in der Tuningszene bewiesen. Wir haben ihn deshalb gebeten, nach DEM Tuningtrend 2017 Ausschau zu halten! Lasst euch überraschen, zu welchem Ergebnis er gekommen ist…

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Trendprognosen sind immer so eine Sache. Ich verfüge leider nicht über eine Glaskugel und bin auch selbst nicht in der Position, Trends zu setzen. Also muss ich mich auf das verlassen, was ich sehe, lese und höre – und daraus meine Schlüsse ziehen. Das hat in der Vergangenheit immer ganz gut geklappt. Im August 2012 habe ich zum Beispiel in meinem Tuningsuche-Artikel „Die Zeichen stehen auf Breitbau“ die Prognose gewagt, dass es in Zukunft in die Breite gehen wird. Dazu muss ich im Jahr 2016 wohl nichts mehr sagen. Im letzten Jahr um diese Zeit deutete sich an, dass 2016 das Jahr der Firmenlogo-Folierungen werden würde. Ob in originaler oder abgewandelter Form: Spätestens ab dem Wörthersee waren die modifizierten „Markenbotschafter“ in aller Munde. Doch was wird DER Tuningtrend 2017 sein?

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Tuningtrend 2017: Erleuchtung in Essen

Ich hatte als Videomann für die Messe Essen das Vergnügen, mich anderthalb Wochen auf der Essen Motor Show, Europas größter Messe ihrer Art zu tummeln (unsere Essen Motor Show Bilder findet ihr hier). Spätestens nach dem Megaevent im Pott ist die Saison endgültig vorbei. Wenn man hier den Tuningtrend 2017 nicht erahnen kann, ist die Sache bis zum Saisonstart erstmal gelaufen. Eines der gefühlten 1.000 Gespräche zum Thema führte ich in Halle 1A, eine der beiden „tuningXperience“-Hallen. Die Sonderschau hat seit Jahren Platz 1 in der Beliebtheitsskala der Messebesucher inne und mein Kumpel Sven Schulz hat als Organisator die Messlatte mal wieder ein Stück weiter nach oben gekickt. Die über 200 Fahrzeuge stellten quasi das Destillat der europäischen Tuningszene dar. Der optimale Ort, um über DEN Tuningtrend 2017 zu philosophieren. Da traf es mich auf einmal wie ein Blitz…

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Der Tuningtrend 2017: Käfige und Bügel!

Egal, wohin ich schaute: Überall Käfige und Überollbügel! Ob im E36, im Trabi oder im Audi TT. Eigentlich keine neue Erfindung. Aber irgendwie scheint es so, als ob wieder mehr Tuningenthusiasten ihre Fahrzeuge mit Überrollvorrichtungen ausstatten. Und wenn ich genau überlege, konnte man diesen Umstand schon das ganze Jahr über beobachten.

Überrollbügel sind meine Prognose für den Tuningtrend 2017

Überrollbügel sind meine Prognose für den Tuningtrend 2017

Ist das wirklich neu?

Ja und nein. Bei den Performance-orientierten Boliden gehören Überrollvorrichtungen schon immer zum guten Ton und bei vielen im Motorsport eingesetzten Fahrzeugen gar zum Pflichtprogramm. Das war nie anders. Und vor gut 10 Jahren gehörte ein polierter Alu-Bügel bei fast jedem Tuningprojekt zur Grundausstattung. Zwischenzeitlich schien das Ganze aber etwas eingeschlafen. Nach dem guten alten Motto „What’s old is new again“ ist es jetzt aber auch wieder akzeptabel, viertürige Fahrzeuge durch den Einsatz von Verstrebungen ihrer Sitzplätze auf der Rückbank zu berauben. Auch folierte Limousinen auf Luft, die sicher nie die Nordschleife befahren werden, sind immer öfter gegen Überschläge gesichert. Vorbildlich!

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Wissenswertes zum Tuningtrend 2017

Ich setze einfach mal voraus, dass ihr alle wisst, was es mit Überollbügeln, Käfigen und Rennzellen auf sich hat und was deren eigentlicher Zweck ist. Überrollvorrichtungen, die zu Showzwecken benutzt werden, wurden meistens aus Aluminium gefertigt. Das Leichtmetall lässt sich problemlos polieren und fällt nicht zu sehr ins Gewicht. Im Rennsport setzt man aufgrund der Materialeigenschaften auf Stahl. Dieser ist dann lackiert und pulverbeschichtet. Das Mehrgewicht wird wegen der höheren Belastbarkeit des Materials in Kauf genommen. Bügel, Käfige, Zellen und Streben gibt es in unzähligen Ausführungen. Und egal, wie umfangreich die Überrollvorrichtung ausfällt und ob sie ins Fahrzeug eingeschweißt oder eingeschraubt wird: Das sollte generell immer jemand machen, der sich damit auskennt! Und immer daran denken: Streben in Kopfnähe müssen gepolstert und Bohrlöcher in der Karosserie versiegelt werden!

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Was soll da noch schiefgehn??

Fazit

So wie die Prognose zum Tuningtrend 2017 nur meine subjektive Meinung wiederspiegelt, kann auch mein persönliches Fazit nur subjektiver Natur sein. Aber: Ich fände es geil, wenn noch mehr Tuningenthusiasten auf Überrollvorrichtungen setzen würden. Mal abgesehen vom Sicherheitsaspekt (der bei den meisten Showfahrzeugen hoffentlich nie zum Tragen kommen wird) sind Käfige, Zellen und Bügel ein ideales Stilmittel. Unabhängig davon, ob ein Wagen auf Performance getrimmt ist oder nicht, können Überollvorrichtungen wunderbar in das Tuningkonzept eines Fahrzeugs integriert werden ohne sich eine tiefgründige Frage nach dem Sinn dieser Maßnahme zu stellen. Ob poliert, lackiert, gepulvert oder mit Carbon überzogen: Die Sache rockt!

Doch wie seht ihr das? Wie steht ihr zu Überrollvorrichtungen?
Und liege ich mit meiner Einschätzung überhaupt richtig?
Fragen über Fragen!
Ich bin gespannt auf euer Feedback!

… und hier haben wir noch ein paar Bilder von verschiedenen Überrollbügeln zusammengestellt:

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