Daimler riskiert weiterhin eine dicke Lippe. Mit Blick auf die aktuellen Zahlen des Konzerns nicht gerade zu unrecht. Doch wie sehr das kürzlich vorgestellte Mercedes-AMG GT Concept die Sportwagenwelt bereichern wird, steht noch in den Sternen. Im wahrsten Sinne des Wortes – aber der Vorbote macht eindeutig Lust auf mehr.

Radikal in Form gebracht: Das Mercedes-AMG GT Concept zeichnet die Zukunft.

Wenn ein GT R das Nachsehen hat…

…weil ein Hybrider an ihm vorbeizieht. Dieses Szenario soll nach Vorstellung der Stuttgarter demnächst Wirklichkeit werden. Der ein oder andere Petrolhead mag jetzt innerlich kurz zusammenzucken. Doch die Vorstellung, mit rund 800 Pferden an Systemleistung aus der Kurve gedrückt zu werden: Irgendwie schwer widerstehlich. Beim Mercedes-AMG GT Concept ist aber genau solch ein Paket angedacht.

An Leistung soll es dem Mercedes-AMG GT Concept eindeutig nicht mangeln: 600 kW im Systemverbund sind eine echte Ansage!

Und man will die Skalierung der E-Motorleistung sogar noch ausbaufähig gestalten. In Kombination mit dem bekannten Vierliter-Achtender aus den 63er-Modellen sowie den AMG GT-Brüdern, erfährt das Mercedes-AMG GT Concept sein wahres Feuerwerk. Der 4MATIC+ ist voll variabel zwischen beiden Achsen, Torque Vectoring erlaubt eine exakte Drehmomentverteilung auf das einzelne Rad. Zudem wird durch die Zwei-Motor-Taktik die Achslast nochmals besser balanciert.

Es geht auf Wunsch auch lautstark zu

Doch über den Fahrspaß beim Mercedes-AMG GT Concept entscheidet natürlich nicht allein das Leistungswunder. Der akustische Beistand ist – auf Wunsch des Fahrers – auch weiterhin gegeben. Vorausgesetzt, der reine Verbrennermodus genügt einem als Vortrieb für beide Achsen. Donnergrollen ist auch bei einem Hybrid-Concept eben nicht wegzudenken.

Ebenso kann das Mercedes-AMG GT Concept aber auch im Schleichgang fortbewegt werden. Rein elektrisch steht natürlich nur ein Bruchteil der Leistung zur Verfügung, dafür gibt es einen echten Hecktriebler mit lautlosem Auftritt. Um seine geballte Ladung aber stehts abrufen zu können, muss die Batterie zwischenzeitlich auch nachgeladen werden, was im Zweifel der V8 übernimmt.

Fährt man hybrid, ist dank der vollen Leistung ein Sprint auf Tempo 100 in unter drei Sekunden möglich. Das bringt selbst einen Supersportler wie den Lamborghini Aventador ins Grübeln. Über die Reichweite sowie die Vmax hat sich Daimler bisher aber nicht verlässlich geäußert.

Futuristischer Look am Mercedes-AMG GT Concept

Optisch gleicht das Mercedes-AMG GT Concept ein bisschen dem AMG GT R sowie auch dem vor anderthalb Jahren vorgestelten F 015-Concept von Mercedes. Die eher schon motorsportlichen Proportionen sind muskulös aber nicht übertrieben. Am Heck zeigt sich ein mittig-platziertes Endrohr, das vom Design beinahe einer Düsenöffnung nahekommt.

An der Front wirkt der Panamericana-Grill mit vertikalen Streben, großen seitlichen Lufteinlässen und modernen Leuchtmitteln in 3D-Manier. Das vom GT R bekannte Luftregelsystem AIRPANEL hält beim Mercedes-AMG GT Concept ebenfalls Einzug, um die thermische Belastung flexibel steuern zu können.

Auffällig sind neben der wie flüssiges Metall wirkenden Außenhaut und der Hot Red-Lackierung vor allem zwei Dinge: Die fehlenden Außenspiegel. Diese werden beim Mercedes-AMG GT Concept durch Mirror Cams hinter den Kotflügeln ersetzt. Das sieht nicht nur sonderbar futuristisch aus, sondern ermöglicht auch neue Wege der Aerodynamik. Hinter den wuchtigen gewölbten Felgen zeigen sich zudem AMG Carbon Ceramic-Bremsen. Was auch sonst bei solch einem Hybrid-Monstrum?

Fotos: Mercedes-AMG

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