Schon mehrfach habe ich über den Szenemann Marco Forstmann und seine Bomber Projekte geschrieben. Legendär hierbei sein Audi A6 Projekt im Tarnbomberlook. Auch das neue Schlachtschiff des General, der VW Phaeton, konnte vom Start weg von sich reden machen. Am Wörthersee 2014 tauchte das Dickschiff aus dem Hause Volkswagen nun in einem neuen Look auf. Unser Fotograf Martin Arnold hat den Wagen am See für AUTOTUNING.DE etwas genauer vor die Linse genommen.

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Üppige Formen – Der VW Phaeton kommt bereits von Haus aus recht ausladend daher.

Generell wird über Marco Forstmann schon viel geschrieben. Nicht nur weil er mit seinen Projekten immer wieder neue Ideen umsetzt. Nein, auch über die Person des Marco Forstmann gibt es einiges zu berichten. Denke ich nur an die immer wiederkehrenden Storys auf Marcos eigener Facebook Fanpage, so muss ich schmunzeln. Marco ist ein Typ, der ganz klar in der Szene auffällt und polarisiert. Dass dies nicht immer jedem schmeckt, liegt schon in der Natur der Sache.
Ich selbst kenne Marco schon ein paar Jahre länger, als die meisten, die sich eine Meinung über ihn bilden. Ein paar Worte dazu findet ihr noch am Ende dieses Berichts.
Wenden wir uns nun aber dem aktuellen Projekt des General Forstmann zu.

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VW Phaeton gegen Null gesenkt

Als der VW Phaeton im August 2012 in den Besitz von Marco wechselte, war der Wagen im Serienzustand. Mit einem V8 bestückt und 334 Pferdestärken unter der Haube, war der Wagen für den Bomberpiloten auch vom Start weg ausreichend motorisiert. Wer Marco aber kennt, der weiß, dass es seine Projekte in die Tiefe zieht. So wurde der neue Bomber des Generals nun mit einem modifizierten G-Ride Luftfahrwerk um satte 200 mm gegen den Asphalt gesenkt.

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Tiefgang mit gut gefüllten Radhäuser

Die Kombination von dicken Felgen und maximaler Tiefe ist für Marco nicht erst bei diesem Projekt das absolute Maß der Dinge. Die Radhäuser werden bei diesem Tiefgang somit mit überdimensionalen 10,5×21 Zoll messenden Rotiform SNA Rädern an der Vorderachse und satten 11,5×21 Zoll großen Walzen an der Hinterachse gut gefüllt. Bespannen ließ Marco die Felgen mit klebrigem Schwarz aus dem Hause Pirelli. 275er Gummis sorgen so für wahrlich ausreichend Grip auf dem Asphalt.

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Army Style im Blut

Schon immer war Marco auf der Suche nach Leuten, die seine ausgefallenen Ideen genauso gerne umsetzen wollen, wie er selbst. So kommt der neue Look des VW Phaeton wieder aus dem Hause Black Box Richter aus Österreich.
Nachdem die letzte Folierung des Wagens dem staatlichen Auge nachts etwas zu leuchtend anmutete, galt es für den neuen Style des Bombers noch einmal einen drauf zu setzen. Allen „Hatern“ zum Trotz, wurde dieses Mal eine extrem aufwendige 3D Vollfolierung am Projekt Bomber 4.0 umgesetzt.
Hierfür hat Mingo Richter den Phaeton zuerst in einem matten Schwarz vollfoliert. In einem weiteren Arbeitsgang wurden darauf, mit Digitaldruck versehene, tiefschwarze Folienstreifen geklebt. Mit dieser Folienstruktur soll eine Art Erlkönig-Look entstehen, der dafür sorgt, dass die Kanten des Bombers optisch verloren gehen. Fakt ist an dieser Stelle eins: Das neue Forstmann Design des Bombers 4.0 kann so einiges!

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Stylische Heckansicht am VW Phaeton

Des Weiteren wurde der 2006er VW Phaeton von Marco Forstmann mit Rückleuchten vom aktuellen Modell bestückt und die Scheinwerfer innen schwarz lackiert. Eine Auspuffanlage von F&F Motorsport vollendet die Optik am hinteren Ende des Bomber-Projekts und sorgt obendrein noch für einen äußerst wohlklingenden Klang.

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Interieur des Bomber 4.0 nur leicht optimiert

Im Inneren des Bombers 4.0 blieb weitestgehend alles wie gehabt. Die gelederten Sitze passen einfach perfekt in das gehobene Ambiente des Wagens. Das Lenkrad wurde jedoch von Neid Faktor Hamburg mit dem etwas griffigerem Alcantara bezogen.
Als kleinen Eye Catcher ließ Marco die Luftdruck Anzeige des Airride Systems in eine Jack Daniels Dose in der Mittelkonsole verbauen – dieses Gimmick hatten wir ja bereits vorgestellt. Auch die Akustik des Volkswagens erfüllt die Erwartungen von Marco. Die originale Sound Anlage des Phaetons wurde hier lediglich mit einem iPod Adapter kombiniert. Reicht!

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Die Bomber Projekte von Marco Forstmann

Schon immer im Nato Style, bzw. im Tarn Look unterwegs, können wir so u.a. auf Projekte wie einen VW Golf II mit 16 V Turbo zurück blicken. Wobei an diesem MK2 noch immer geschraubt wird, wenn Marco dazu Zeit findet.
Über die anderen Projekte habe ich in der Vergangenheit bereits ausgiebig berichtet. So gab es auf Tuningsuche.de, im Jahr 2011, einen Bericht über die Entmilitarisierung des Bomber 1.0. Eine Aktion mit welcher, an ebay gekoppelt, von Marco Spendengelder für ein Kinderkrankenhaus in Bonn gesammelt wurden.

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Im Jahr 2012 folgte ein Bericht über den, in meinen Augen, legendärsten Style bislang: Der Audi A6 im Bomber 2.0 Look. Jener Audi A6, welcher auf dem Boden liegend, mit Camouflage-Folierung, jeden Blick auf sich gezogen hatte. Doch der A6 Avant war bald schon wieder Geschichte. Das neue Flaggschiff des Generals wurde der VW Phaeton.

Mit dem Bomber 3.0 startete Marco im Jahr 2013 in eine neue Mission. Auch diesen Bericht aus meiner Feder findet ihr auf Tuningsuche.de. Ich bin gespannt, wie lange der VW Phaeton nun im Bomber 4.0 Style bleibt und wann das Design dem General wieder zu langweilig wird. Der Volkswagen ist nunmehr immerhin schon das 6. Projekt von Marco und langweilig wird es uns mit dem Rheinländer ganz sicher nicht! Oder, was denkt ihr?

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