So schön kann Rennsport sein: Mit dem Mercedes-AMG Project ONE wollen die Stuttgarter endlich die F1-Begeisterung für den alltäglichen Straßengebrauch zivilisieren. Auch wenn die Systemleistung des Boliden deutlich zu hoch angesetzt sein dürfte.

Ein waschechter Renner mit Straßenzulassung: Das Mercedes-AMG Project ONE bekommt über 1.000 PS verpasst.

Eine monströse Hybrid-Lösung für den Antrieb

Ganz schön abgefahren, so wirkt das Mercedes-AMG Project ONE auf den ersten Blick. Der von der Formel 1 bekannte typische Minimalismus in Sachen Design fehlt ihm zwar,  dafür sind sämtliche Anbauteile konsequent auf die Performance ausgerichtet (immerhin kann man als Fahrer auch bei Regen trocken davon kommen).

Das Mercedes-AMG Project ONE von oben

Immerhin rundum geschlossen: So lässt sich im Zweifel auch bei Regen trocken nach Hause kommen.

Doch schaut man dem Mercedes-AMG Project ONE erst unter die „Haube“, so offenbart sich ein ziemlich aufwendiges Antriebskonzept. Da ist nicht nur ein Triebwerk mit dem Vorschub zugange, sondern insgesamt sind es gleich fünf. Wie man es aus dem F1-Rennsport kennt, sind die Motoren arm an Hubraum, aber reich an Zylindern. So gibt es hier einen 1.6-Turbo-V6-Motor, der alleine bereits gut 750 PS entfalten kann.

Ein Blick in das Innenleben des Mercedes-AMG Project ONE

Die Wirkung kommt auch hier wie so oft aus dem Hochdrehzahlbereich, der bis zu 11.000 Touren erreichen darf (was mit Super Plus-Benzin gerade noch gut geht). Dazu gesellen sich im Mercedes-AMG Project ONE insgesamt vier Elektromotoren: Ein 90 kW-Exemplar unterstützt direkt Turbolader und Verdichter elektrisch, was das altbekannte Turboloch quasi vergessen macht. Ein 120 kW-Elektromotor sitzt direkt am V6-Block, während zwei weitere 120 kW-Helfer links und rechts an der Vorderachse sitzen.

Heckansicht des Mercedes-AMG Project ONE

Immenser Vorschub im Mercedes-AMG Project ONE

Das Konstrukt macht das Mercedes-AMG Project ONE folglich auch zu einem Allradsportler. Vorne sogar mit einer echten Torque Vectoring-Funktion, da die Elektromotoren die Vorderräder separat ansprechen können. Die effiziente Kraftverteilung und -ausbeute aus dem hochdrehenden Sechsender bewegen das Project ONE in rund 2,5 Sekunden auf Tempo 100. Der Sprint bis Tempo 200 dauert gerade mal sechs Sekunden, und auch für die 300 Km/h-Marke braucht es insgesamt lediglich elf Sekunden Zeit.

Das Mercedes-AMG Project ONE auf der Rennstrecke

Die Systemleistung des Mercedes-AMG Project ONE liegt insgesamt bei gut 1.054 PS. Für die ebenfalls blitzschnellen Gangwechsel sorgt ein automatisiertes AMG SPEEDSHIFT 8-Gang-Getriebe. Wer es auf leerer Autobahn gerne richtig krachen lassen möchte, ist mit der Vmax von über 350 Km/h ebenfalls bestens bedient. Für eine ausdauernde Leistung sorgt obendrein die Rekuperation durch die vorderen E-Motoren.

Das Cockpit des Mercedes-AMG Project ONE

Der Fahrspaß kommt im Mercedes-AMG Project ONE natürlich auch nicht zu kurz: Das einstellbare Gewindefahrwerk kommt mit zwei Push-Rod-Federbeinen daher, die quer zur Fahrbahnrichtung montiert sind. Dadurch sind schnelle Richtungswechsel ohne unschöne Wankbewegungen möglich. Zudem kann das ESP-System in drei Modi gefahren werden: ON sorgt für komfortable Sicherheit, der SPORT HANDLING MODE erlaubt größere Gierwinkel für die dynamische Kurvenhatz. Und wer auf abgesperrter Strecke unterwegs ist, kann das ESP auch auf OFF schalten.

Fotos: Mercedes-AMG

F1-Renner für die Straße: Das Mercedes-AMG Project ONE
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