Turbofans erfreuen sich steigender Beliebtheit bei Tuningenthusiasten. Dabei handelt es sich bei den „Turbolüftern“ um ein Dekaden altes Bauteil aus dem Motorsport. Was das genau ist und wie diese funktionieren erklären wir euch im Folgenden.

Auch, wenn das Modifizieren von Fahrzeugen sich zumindest in der Tuningszene in den allermeisten Fällen um die Optik dreht, stammen doch ganz viele Trends aus dem Motorsport. Ja, sogar Tuning selbst ist ja nichts anderes wie „Optik-Rennsport“. Turbofans reihen sich in die lange Tradition von dem Motorsport entliehenen Fahrzeugteilen ein. Doch versteht man eigentlich genau unter dem Begriff?

Woher stammen die Turbofans?

Ein Laie wird über eine Messe oder Event stapfen und die vor Ort präsenten Turbofans vielleicht gar nicht bemerken. Die auf die Felgen montierten „Platten“ sind für das nicht geschulte Auge einfach ein Teil des Rads. Vorausgesetzt, deren Style ist nicht so überdreht, dass selbst ein Zaungast sie als „Add-On“ wahrnimmt.

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Die Laien, die die ersten Turbofans erblicken durften, tummelten sich vor etlichen Dekaden im Motorsport. Die „Geburtsstunde“ ist den meisten Quellen zufolge in den 1970ern angesiedelt. Fahrzeuge wie der legendäre, auf Basis des Porsche 930 gebaute Porsche 935, sind auf kaum einem Foto ohne Turbofans zu sehen. Auch der Audi 200 Trans-Am werden auf beinahe jedem historischen Schnappschuss „zwangsbelüftet“. Und das ist der Knackpunkt des Bauteils: Beim Motorsport geht es immer um Vorteile gegenüber der Konkurrenz und um noch mehr Leistung. Sei es in diesem Falle auch Bremsenleistung. Denn diese tun genau das: Sie fächern kühle Fahrluft und sorgen damit für gekühlte Bremsen beziehungsweise verhindern überhitzte Bremsscheiben.

Wie funktionieren Turbofans?

Das Prinzip ist so einfach wie genial: Fest mit der Radmitte verschraubt, werden Turbofans zu einem Teil des Rades und drehen sich während der Fahrt ebenso schnell wie dieses. Durch auf der Rückseite der hauptsächlich wahrgenommenen „Radkappe“ montierte Lamellen wird ein Luftsog erzeugt, der dafür sorgt, dass die nach harten Bremsvorgängen erhitzte Bremsscheibe mit kühler Luft konfrontiert wird. Je heißer die Bremsscheibe, desto schlechter der Reibwert, desto schlechter die Wirkung. Und massives Fading ist nicht nur im Motorsport nicht wünschenswert. So hat BMW das Lüfterprinzip zum Beispiel schon vorübergehend für den BMW M5 übernommen.

Turbofans in der Tuningszene

Dass Turbofans auch abseits der Rennstrecke aus Optikgründen montiert werden, ist keine neue Erscheinung. Der legendäre Felgenhersteller BBS aus dem Schwarzwald, dessen Turbofans die meisten historischen Motorsportfotos dominieren, bot bereits vor vielen Jahren seine „Turbolüfter“ für die nachträgliche Montage auf BBS RS-Rädern an.

BBS-Lüfter waren wohl auch die ersten, die man in der Tuningszene sah. Mittlerweile hat sich ein deutlicher Hype um das Aerodynamikbauteil entwickelt und es sind mehr und mehr Custom-Lösungen zu sehen. Von veredelten Originalteilen bis hin zu Einzelanfertigungen ist in der Szene alles geboten. Zum Beispiel nur an einer Achse verbaut bieten sie die Möglichkeit weiterer Individualisierung, ohne dass man seine wertvollen Felgen „verstecken“ muss. Die eigentliche Funktion tritt in den meisten Fällen hinter die optische Wirkung zurück beziehungsweise handelt es sich auch oft um reine Show-Bauteile, die nicht für die Fahrt gedacht sind. Hierbei spielt natürlich auch der deutsche TÜV eine nicht ganz unbedeutende Rolle…

Weitere Bezeichungen für Turbofans

Wie bei vielen anderen Fahrzeugteilen aus dem Tuningebreich gibt es verschiedene Bezeichnungen für Turbofans. „Turbolüfter“, „Aero Cover“, „Bremsenlüfter“, „Lüfterräder“, „Lüfter“, „Brake Fans“ und „Wheel Fans“ sind wohl die gängigsten.

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Was sind Turbofans?
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Datum der Erstveröffentlichung: 17.01.2019

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