Er wurde geschunden und missbraucht. Genau wie bei seinen Artgenossen zog sich das Drama über Jahre. So ist es nicht verwunderlich, dass es die meisten nicht unbeschadet ins 21ste Jahrhundert geschafft haben. Die Rede ist natürlich vom VW Caddy, dem klassischen Nutzfahrzeug im Golf-Style.

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Golf-Gesicht vorne und Ladefläche hinten zeichnen den VW Caddy aus.

Auf dem Rockford Fosgate Tuning Day in Karlsruhe waren trotz aller widrigen Umstände mehrere modifizierte VW Caddy zu bestaunen. Man muss sich mal folgendes vor Augen halten: Diesen Wagen hat damals keiner gekauft, um ihn zu hegen und zu pflegen. Das kompakte Nutzfahrzeug wurde in den allermeisten Fällen geknüppelt.

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VW Caddy in Rente

Dementsprechend beeindruckend ist die Zahl der Überlebenden. Denn diese hatten entweder unheimlich viel Glück oder wurden komplett neu aufgebaut. Der VW Caddy, den wir euch heute präsentieren, hat den härtesten Teil seines Lebens hinter sich. Anstelle harter Schufterei darf er sich jetzt in unserer Subkultur amüsieren.

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Amerikanische Wurzeln

Der „Ur-Caddy“ war ursprünglich eine für den amerikanischen Markt vorgesehene Entwicklung. Der „Rabbit Pickup“ basiert auf der im amerikanischen Westmoreland gefertigen US-Variante des VW Golf 1 und wurde bereits 1978 der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Alles andere als Serie…

1983 kam der zweisitzige Pritschenwagen schließlich auch nach Europa. Der Wagen fast baugleich mit seinem US-Vorbild. Allerdings erhielt das in Europa als VW Caddy bezeichnete Nutzfahrzeug anstelle der eckigen Westmoreland-Scheinwerfer ein klassisches Golf-Gesicht mit runden „Augen“.

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Produziert wurde bei TAS in Sarajevo. Nach Ausbruch des Bosnienkrieges wurde die Produktion im Jahre 1992 eingestellt. In Südafrika wurde Jahre später eine Neuauflage des VW Caddy I produziert, die mit modifizierter Frontpartie und neuen Motoren aufwartete.

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