Bei einem „Ringtool“ handelt es sich beileibe nicht um einen Ringschlüssel oder ein ähnliches Werkzeug. Vielmehr beschreibt dieser Szenebegriff einen Wagen, der auf besondere Art und Weise modifiziert wurde…

„Ringtool“ besteht aus den beiden englischen Worten „Ring“, was frei übersetzt soviel wie „Rundkurs“ bedeutet und „Tool“, zu Deutsch „Werkzeug“. Also quasi ein „Werkzeug für die Rundstrecke“. Gemeint sind hiermit natürlich Fahrzeuge, die für den Motorsporteinsatz auf Rennstrecken modifiziert wurden und exklusiv dafür benutzt werden.

Mitsubishi Evo Ringtool

Die Modifikationen an diesem Mitsubishi Evo lassen auf die Verwendung als Ringtool schließen.

Eignen sich alle Autos als Ringtool?

Das Spektrum der Basisfahrzeuge geht hier weit auseinander. Gemeinsam ist lediglich die hohe Motorleistung in Relation zum Fahrzeuggewicht. Trotzdem gibt es immer wieder Favoriten, welche dank verschiedener Gründe häufiger Anwendung finden als andere Modelle.

Wovon hängen die Modifikationen ab?

Wie tief diese Modifikationen gehen, hängt ganz vom Fahrzeughalter, der bevorzugten Strecke und dem Einsatzgebiet ab. Neben dem finanziellen Aufwand spielen zumeist auch die jeweiligen Reglements der Motorsportgruppen eine Rolle. Eine etwaige Straßenzulassung schränkt die möglichen Umbauten weiter ein.

Audis auf der Nordschleife

Für Strecken wie die Nürburgring Nordschleife sind Ringtools gemacht.

Eigenschaften eines Ringtools

Bei einem echten „Ringtool“ finden sich ausschließlich Performance-Modifikationen. Typischerweise beinhalten diese ein Upgrade von Bremsen, Fahrwerkskomponenten, Reifen sowie Felgen. Auch extreme Gewichtsreduzierungen durch radikales Ausräumen des Innenraums bzw. Ersetzen notwendiger Komponenten durch Rennsportversionen in Leichtbauweise gehören bei einem Ringtool zum guten Ton. Alles, was nicht unbedingt zum Fahren nötig ist, entfällt ersatzlos.

Die hohen Geschwindigkeiten bedürfen weiterhin spezieller Sicherheitsfeatures, die im Form von Überrollvorrichtungen realisiert werden. Diese „Rennzellen“ gibt es in verschiedenen Ausführungen und Materialien. Der Fahrer des „Ringtools“ selbst nimmt zumeist in Rennsportsitzen Platz und wird von Hosenträgergurten an Ort und Stelle gehalten. Zur Aufbewahrung des obligatorischen Helms findet sich oft eine Helmbox im Fond.

Was bedeutet Ringtool?
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Datum der Erstveröffentlichung: 20.01.2014

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