Die S- und RS-Modelle aus Ingolstadt sind ja als ziemlich druckvolle Weggefährten bekannt. Beim neuen Audi S5 Sportback gelingt der VW-Tochter sogar ein kleiner Quantensprung in Sachen Leistungsentfaltung. Was beim Coupé natürlich noch knackiger ausfällt, darf als Viertürer dafür mit mehr Alltagstauglichkeit punkten.

Druckvoll unterwegs: Beim neuen Audi S5 Sportback herrscht reichlich Drehmoment auf den Antriebsachsen.

Druckvoll unterwegs: Beim neuen Audi S5 Sportback herrscht reichlich Drehmoment auf den Antriebsachsen.

Kompressor weg – Turbo rein

Man könnte der A5-Reihe zwar attestieren, dass sie im Rahmen der ersten Generation noch etwas grün hinter den Radkästen war. Allerdings haben die Ingenieure für das nunmehr gut sieben Jahre alte Sportbackmodell etliche Optimierungen erwirkt. Allen voran punktet beim Audi S5 Sportback als auch beim Coupé der Aufbau der Triebwerks. Zu Beginn durfte der S5 noch deutlich freier saugen, was ihm der 4.2 FSI als Achtender ermöglichte.

Coupé trifft Viertürer: Auch in zweiter Generation des Audi S5 Sportback vereinen die Ingolstädter wieder Sportlichkeit mit Alltagskomfort.

Coupé trifft Viertürer: Auch in zweiter Generation des Audi S5 Sportback vereinen die Ingolstädter wieder Sportlichkeit mit Alltagskomfort.

Es begann mit einer geschmeidigen Leistungsausbeute von 354 Pferden. Als Mitte 2011 eine Facelift-Version der Baureihe erschien, war auch der V8-Sauger endgültig Geschichte. Der 3.0-V6-Kompressor reduzierte die Spitze im Audi S5 Sportback zwar auf 333 PS, der Sprintzeit konnte das jedoch nicht viel anhaben. Gleichzeitig wurde das maximale Drehmoment von 440 Nm beibehalten, was im V6 sogar deutlich früher zur Verfügung stand.

Audi S5 Sportback Frontdetails

Doch verglichen mit seinen Vorgängern, sieht der neue 3.0-Liter-Sechszylinder beinahe nach Perfektion aus – zumindest wenn es um Zeitersparnis und Effizienz geht. Dieser Turbobenziner verhilft dem Audi S5 Sportback zu seinen altgedienten 354 PS zurück, stemmt aber gleichzeitig bis zu 500 Nm auf die Kurbelwelle. Dank des frühzeitig einsetzenden Ladedrucks herrscht bereits ab 1.370 U/Min volles Drehmoment. Ergebnis: Ein Sprint auf Tempo 100 erfolgt damit in unter 4,7 Sekunden – respektabel!

Audi S5 Sportback Heckansicht

Quattro und tiptronic sind beim Audi S5 Sportback Serie

Das Triebwerk wäre wohl zu deutlicheren Höhenflügen fähig, würde bei 250 Km/h nicht die Limitierung greifen. Ein neuer Werkstoffmix in der Karosserie macht den Audi S5 Sportback zudem rund 50 Kilo leichter als sein Vorgänger. Für den druckvollen Vortrieb aus dem Stand sorgen darüber hinaus natürlich eine feinfühlige Lamellenkupplung als Teil des quattro-Systems sowie die achtstufige tiptronic-Automatik.

Der Audi A5 Sportback und dessen brachialer Bruder Audi S5 Sportback

Damit bietet sich erneut ein gelungener Alltagsbegleiter mit kompromissbetontem Sportcharakter: Einerseits kann der Sechsender auf Wunsch seine volle Dröhnung entfalten und die Insassen zügig wie auch sicher ans Ziel bringen. Andererseits bietet der Audi S5 Sportback jede Menge Komfort, den man auf langen Reisen nicht missen möchte.

Übersicht über Assistenzsysteme und Sensoren des Audi A5 Sportback

Nebst einem knackigen Design mit kurzen Überhängen und wuchtiger Motorhaube sowie Radhäusern, stehen dem Audi S5 Sportback auch die äußerst nützlichen Assistenzsysteme bestens. Die ACC Stop&Go ermöglicht ein Mitschleichen bis Tempo 65, was bei dichtem Verkehr auf Autobahnen von Vorteil ist. Zudem achtet die Elektronik auch beim Abbiegen, Ein- und Ausparken darauf, dass kein Fauxpas geschieht. Das Höchste der Gefühle ist derzeit aber der Ausweichassistent, welcher Unfälle durch Ausweichen vor einem Hindernis vermeiden kann.

Audi S5 Sportback Seitenansicht während der Fahrt

Der neue Audi S5 Sportback konnte bereits beim diesjährigen Pariser Autosalon bewundert werden. Der Verkauf startet Anfang 2017, der Preis beginnt bei 62.500 Euro.

Fotos: Audi

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht