Als wenn die Stuttgarter bzw. die Verbündeten in Affalterbach es nicht schon probiert hätten: Beim Mercedes-AMG GT S gibt es scheinbar noch reichlich Optimierungspotenzial. Tuner IMSA aus Brüggen jedenfalls hat nochmals ordentlich Hand angelegt. Das leistungsstarke Projektergebnis hört nun auf den Namen IMSA RXR One.

Beim Anblick des Hecks am IMSA RXR One fährt man doch gerne hinterher!

Prachthintern am AMG GT S: Der IMSA RXR One kommt deutlich optimiert daher.

Road X-tra Racing a.k.a. RXR

Wobei eines durchaus beibehalten werden sollte: Die Kombination aus Alltags- und Tracktauglichkeit. Ein Blick auf die neuen technischen Werte und die aerodynamische Form lassen das nicht unbedingt vermuten. Dennoch kann der IMSA RXR One mit seinen nunmehr 860 Pferden auch zahm vor sich hintraben. Im serienmäßigen V8-Biturbo-Motor wurden zwecks Leistungssteigerung verstärkte Schmiedeteile für Kurbelwelle, Kolben und Pleuel verbaut.

Im Look eines GT-Racers: Der IMSA RXR One

Insbesondere die Motorleistung wurde beim IMSA RXR One markant gesteigert.

Größere Turbolader bekommen einen optimierten Ansaugtrakt vorgeschaltet, die neuen Ladeluftkühler machen zudem auch im Sommer einen verlässlichen Job. Gleichzeitig wird mit einer staudruckreduzierten Iconel-Abgasanlage der V8 thermisch besser entlastet. Ebenfalls üppig dimensionierte Sportkats erlauben einen größeren Ladedruck für die Turbos, die nun einen eigenen Kühlkreislauf haben. Ergo: Der IMSA RXR One bekommt zu den 860 PS auch noch 1.000 Nm an Drehmoment verpasst.

Brachiale Heckpartie am IMSA RXR One.

Um die Kräfte bestmöglich auf die Hinterachse stemmen zu können, wurde auch das Doppelkupplungsgetriebe angegangen. Zwei zusätzliche Kupplungsscheiben sowie eine geschmiedete Eingangswelle wirken mit, ebenso ein neuer Ölkühler. Freuen darf man sich als Fahrer des IMSA RXR One zudem über eine Gesamtgewichtsersparnis von rund 300 Kg gegenüber der Serie. Das neue Leergewicht beträgt knapp 1.300 Kg, was ein berauschendes Leistungsgewicht von 1,5 Kg/PS bedeutet.

Ein Schriftzug, den man sich merken sollte: RXR One

Der IMSA RXR One profitiert von guter Balance

Der Renner aus Brüggen bekommt schon in der Basis eine gesunde Gewichtsverteilung mit auf den Weg: Der Front-Mittel-Motor, die Transaxle-Bauweise und eine zurückliegende Fahrgastzelle. Die Ausgangslage ist durchweg gut, was der IMSA RXR One abermals durch Fahrwerksoptimierungen ergänzt. Eine neue Achsgeometrie samt Querlenkern, Streben und Lagern sorgt für besseres Handling und mehr Traktion.

Schicke Leichtbau-Schmiederäder am IMSA RXR One.

Die Rennsport-Dämpfer kommen in Upside-Down-Bauweise zum Einsatz und verfügen über sechs Verstellbereiche in Zug- und Druckstufe. Folglich kann der IMSA RXR One ebenso alltagsdynamisch wie auch über den Track bewegt werden. Vorn rollt der Bolide auf 305/30 ZR20-Pneus, hinten sind es mit 315/30 ZR21ern noch etwas wuchtigere Exemplare. Hauseigene Leichtbau-Alu-Schmiederäder sparen hierbei nicht nur Gewicht, sie sehen auch noch dufte aus.

Bullige Seitenansicht des IMSA RXR One.

Für schnelle Fahreinheiten sichert die Insassen zudem ein Sechs-Punkt-Gurt in den Kohlefaser-Sitzschalen sowie die IMSA Carbon-Keramik-Bremsanlage. Diese findet in den verbreiterten Radhäusern ebenso wie die Rad-Reifen-Kombination genügend Platz. Die Aerodynamik des IMSA RXR One fußt hierbei nicht nur auf dem Form follows Function-Design sondern besonders auf dem verstellbaren Heckflügel: Dieser sorgt – zusammen mit dem Carbon-Heckdiffusor – für einen deutlich besseren Anpressdruck auf der Hinterachse.

Fotos: IMSA

Ausgelegt für kompromisslose Performance: Der IMSA RXR One
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