Zugegeben, den hier vorgestellten Scion konnte man auf der SEMA leicht übersehen. FR-S mit Rocketbunny Kit eben. In Deutschland eher selten, finden sich in Amerika zahlreiche Vertreter dieses Bodykits und auf der SEMA gab es sie wie Sand am Meer. Bei unserem Vertreter hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen. In dem vermeintlichen Rocketbunny Breitbau steckt mehr drin.

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Dieser Scion FR-S ist alles andere als ein Handelsüblicher Rocketbunny-Breitbau

Schon alleine das Gesamtkonzept wurde so dezent umgesetzt, dass es sich nicht aufdrängt und auf den ersten Blick ins Auge sticht. Dem ganzen Wagen liegt nämlich ein gewisser Retro-Gedanke in der Tradition der IMSA-Boliden zugrunde. Und so entdeckt man bei näherer Betrachtung zahlreiche liebevolle Details, mithilfe derer das Thema auch einwandfrei umgesetzt wurde.

So handelt es sich bei dem Breitbau nicht um die handelsübliche Rocketbunny Version, sondern eine von gleichen Hersteller exklusiv gefertigte Variante für Speedhunters. Das Karosseriekit, von dem weltweit erst drei Stück existieren wurde weiterhin modifiziert, um den Scion FR-S in seine angedachte Form zu bringen.

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Dat ass – Ducktail und Diffusor sind eine echte Augenweide

Dazu kamen weitere Aerodynamikkomponenten verschiedener Hersteller, welche Teils angepasst, kombiniert oder gar in Gänze neu hergestellt wurden. Einige kleinere Cleaningarbeiten sowie die geänderten Spiegel komplettieren die Außenhaut des Scion FR-S. Im großen und ganzen ähnelt der Sportler somit seinen großen Vorbildern, ohne dabei die modernen Formen zu verzerren.

Ähnlich klassisch verhält es sich in Sachen Felgen: Hier wurden eigens angefertigte Rotiform „BLQ“ Alufelgen verbaut, die von der Formgebung stark den charakteristischen „Turbofans“ ähneln, welche bei IMSA-Karossen vorwiegend zum Einsatz kamen. Passen zum Old-School-Style wählte man hier bewusst 17-Zöller mit etwas mehr Gummi, um dem Thema treu zu bleiben.

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Die Lackierung des Scion FR-S ist eine Hommage an die IMSA-Boliden

Eine Erwähnung verdient weiterhin die Lackierung des Wagens. Diese wurde an die Originalfarben des Toyota Racing Development, kurz TRD, angelehnt. An dieser Stelle ein kleiner Hinweis für alle, die sich jetzt etwas am Kopf kratzen: Scion ist eine Tochtermarke von Toyota. Der hier vorgestellte Scion FR-S wird vom Mutterkonzern übrigens nahezu baugleich als Toyota GT86 vermarktet.

Auch im Inneren wurde das Retro-Thema liebevoll weitergeführt. In guter Rennwagen-Tradition wurde die Kabine ausgeräumt, das Armaturenbrett geflockt sowie eigens angefertigte Sitze installiert. Besonderes Highlight sind hier die kleinen Details, welche tatsächlich von gebrauchten, periodisch korrekten Performance-Fahrzeugen stammten.

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Auch im Inneren heißt es Performance pur

Zuletzt ist es wohl schon fast Pflicht, auch einige Worte zum Thema Leistungssteigerung zu sagen. Mit serienmäßigen 200PS ist der Scion FR-S zwar nicht untermotorisiert, heutzutage werfen sie allerdings auch keinen mehr vom Hocker. Ein Cosworth Turbolader, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung immer noch im Prototypenstadium war, schaff hier Abhilfe.

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Hier werkeln mehr als nur 200PS

Scion FR-S – da steckt mehr drin
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Datum der Erstveröffentlichung: 05.01.2015

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