Was kommt dabei heraus, wenn man die optische Raffinesse der 60er und 70er Jahre auf nahezu moderne Technologie aus den 90ern treffen lässt? Ein wahrlich ansehnliches Nostalgie-Mobil, das einem Porsche 911 entspringt und auf den Namen Kaege Retro hört.

Nostalgisch, aber flott: Der Kaege Retro wirkt äußerlich als Oldie, die Technik stammt aber aus der 993-Generation.

Nostalgisch, aber flott: Der Kaege Retro wirkt äußerlich als Oldie, die Technik stammt aber aus der 993-Generation.

Ein Exterieur der alten Schule: Das F-Modell

Ob es sich hierbei um ein altes Schätzchen mit Leistungstuning handelt oder doch eher um einen 911er der Neuzeit mit Retro-Optik, darf jeder selbst entscheiden. Fakt ist allerdings: Mit dem Kaege Retro hat sich der Allround-Tuner aus Rheinland-Pfalz selbst ein Zeichen gesetzt. Fernab der konventionellen Automobile mit gehobenem Leistungsband, begnügt sich dieser Porsche 911 mit Serienwerten und setzt verstärkt auf Anreize beim Exterieur.

Ein anständiger Klassiker wie er im Buche steht: Der Kaege Retro alias Porsche 911 993.

Ein anständiger Klassiker wie er im Buche steht: Der Kaege Retro alias Porsche 911 993.

Vorbild für die optische Verfeinerung des Kaege Retro war hier ganz klar ein Urgestein aus der Porsche-Geschichte. Mit dem F-Modell aus dem Jahre 1972 verbinden nicht nur die Zuffenhausener Insider ein wahres Lebensgefühl. Das avancierte Exterieur dieses Exemplars ist eine echte Herausforderung für Meister des automobilen Handwerks. Kompromisslos wie manche dabei zur Sache gehen, sollten jedoch optische Nostalgie und modernere Technik in Einklang gebracht werden.

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Der Kaege Retro mit einem Porsche 911 993 als Basis

Äußerlich ist der in Stetten aufgelegte Kaege Retro kaum von einem echten F-Modell zu unterscheiden. Sämtliche Formgebung und optische Schriftzüge folgen gänzlich dem Prinzip F: Markante Stoßfänger an der Front, eine seicht abfallende Heckpartie sowie tief ansetzende Rückleuchten kennzeichnen den Kaege Retro besonders. Zwei (aus heutiger Sicht eher schmächtig wirkende) Endrohre sind mittig platziert, müssen jedoch ohne eine moderne Diffusor-Integration auskommen.

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Auch im Innenraum des Porsche 993 wollte man wohl nichts dem Zufall überlassen: Sportschalensitze mit klassischen Karomuster-Bezügen laden ebenso zum Verweilen ein wie die ähnlich klassische Türinnenverkleidung und das nostalgisch angehauchte Becker-Navigationssystem. Der perfekte Akzent erfolgt beim Kaege Retro aber erst durch die chromatisch eingefassten Tachoscheiben – ganz im Sinne der 70er.

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Ein 300 PS-Boxermotor darf es schon sein

Optisch ganz der Vergangenheit treu bleibend, orientiert sich die technische Seite des Kaege Retro mehr am Puls der Zeit. Mit der Basis eines Porsche 993, trägt das Projekt von Kaege serienmäßig schon ein 6-Gang-Schaltgetriebe sowie eine Klimaanlage in sich. Neben einer recht kraftvoll verzögernden Bremsanlage sorgen auch Airbags für annähernd zeitgemäße Sicherheit.

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In Kombination mit dem 3.6 Liter-Boxermotor tut der Kaege Retro wohl gut an seiner ausgewogenen Art. Mit einer Leistung von 300 PS gehört der Hecktriebler nämlich nicht gerade zu den Lahmärschen auf der linken Spur. Dem Leistungsband stehen indes lediglich 1.195 Kg Leergewicht entgegen. Wer sich im Handling zu behaupten weiß, könnte so einen Ampelstart in etwas mehr als fünf Sekunden durchaus schaffen.

Fotos: J. Miranda

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