Eigentlich sollte der VW Golf III von Marco Ernst ein Alltagsfahrzeug werden. Eigentlich. Denn der silberne Wolfsburger hat die Alltagstauglichkeit schon lange sattem Tiefgang und OEM-Tuning geopfert.

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Wie die Tuninggeschichte dieses VW Golf III begann

Doch beginnen wir am Anfang. Als Marco den VW Golf III mit knappen 110.000 km auf dem Tacho erwarb, war der 90 PS starke Zweitürer als „Ganzjahreswinterauto“, wie es der 35-Jährige ausdrückt, geplant. Bei näherer Betrachtung entpuppte sich die Substanz des Golfs  jedoch als so gut, dass es Marco zutiefst widerstrebte, den silbernen Wagen den Elementen auszusetzen. Und so begann der Umbau des VW Golf III.

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Bevor es ans Modifizieren ging, erhielt der VW Golf III eine komplette Neulackierung in Mercedes „Brillantsilber“. Zuvor verbreiterte Marco allerdings noch die Kotflügel ringsherum in Blech. Um stolze 25 mm bzw. 35 mm wuchs der Kompakte so in die Breite. Im gleichen Zug wurde auch die Motorhaube dezent verlängert und einige Cleaning-Maßnahmen am Blechkleid durchgeführt.

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Spiegel in silbernem Echtcarbon

Kaum war der Lack getrocknet, ging es auch schon weiter. Getreu seinem Leitsatz „OEM statt Zubehör & Plastik“ achtete der Schrauber streng auf die Auswahl seiner Komponenten. Den VW Golf III zieren so Spiegelkappen und Leisten aus silbernem Echtcarbon, andere Scheinwerfer sowie eine größere Bremsanlage. Die Kleinteile am Außenbereich wurden allesamt verchromt und setzen edle Akzente am Blechkleid des Wolfsburgers.

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Einzig unter der Haube ist noch alles Serie. Hier verrichtet immer noch der serienmäßige 1,8 Liter Benziner seinen Dienst. Abhilfe ist allerdings schon geplant. Im gleichen Zug soll laut Marco auch der Motorraum etwas aufgehübscht werden.

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Wendet man den Blick nach unten, fällt dem Betrachter direkt eines der charakteristischen Merkmale des VW Golf III ins Auge: Rollt der Golf links auf BBS „RS315“, sind auf der anderen Seite goldene Felgen, Modell „E26“, des deutschen Traditionsherstellers BBS montiert. Dabei geholfen hat Müller Felgen, einer der Experten, was BBS Räder betrifft. Bezogen wurden die 17-Zöller mit 185/35 R17 Pneus aus dem Hause Nankang. Schließlich wanderte auch ein modifiziertes KW Gewindefahrwerk von gepfeffert.com unter die Radhäuser des VW Golf III – Tieferlegung im dreistelligen Millimeterbereich inklusive!

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Highlights in Innenraum: Momo Snap-Off Lenkrad und Recaro Sportsitze

Ebenso viel Wert legte Besitzer Marco Ernst auch auf den Innenraum seines VW. Nahezu nichts mehr von der ursprünglichen Ausstattung findet sich im Fond. Stattdessen wurde das Interieur des silbernen Golf III komplett in zeitlosem Schwarz neugestaltet. Die benötigten Komponenten wurden dabei aus der gesamten Volkswagen Fahrzeugpalette entnommen oder gar selbst angefertigt. Highlights stellen hier die Recaro Sportsitze und das 300 mm Momo Lenkrad dar.

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Für eine adäquate Klangkulisse beim Fahren sorgt ein Frontsystem von Hertz in Kombination mit einem Subwoofer des gleichen Herstellers. Befeuert wird das Ganze von einer Massive Audio „V1000“ Endstufe. Auch wenn hier kaum jemand auffällige GFK-Ausbauten erwartet, weiß die Lösung von Marco dennoch zu überzeugen. Gekonnt sind die Komponenten im dreier Golf versteckt und passen perfekt zum OEM-Style des Wagens.

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In der Szene ist Marco Ernst sicher kein Neuling – bereits in sieben Wagen hat sich der Praktiker verewigt. Mit ausgewählten Umbauten, brachialer Tieferlegung und einem Gespür für Details hat sich der VW Golf III zu einer echten Augenweide entwickelt. Gut, dass es mit dem Winterauto doch nicht geklappt hat!

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Marco Ernst in seinem nunmehr siebten Projekt

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