Marcel Schmidts Seat Leon sollte man sich auf Events nicht nur deswegen nähern, weil er für jedermann einen W-Lan-Hotspot bereithält. Der Wagen wurde dermaßen in die Mangel genommen, dass der interessierte Betrachter sehr viel zu entdecken hat. Hier wurde richtig Gas gegeben und wir wollen euch den modifizierten Spanier natürlich nicht vorenthalten.

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Das Designkonzept zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt.

Das “Projekt Seat“ von Marcel Schmidt taucht in vielen meiner Eventvideos auf. Dabei habe ich den Mann aus Groß-Gerau beim Drehen meistens dazu genötigt, alle Türen des Wagens zu schließen, damit ich die von mir gekürte „Schokoladenseite“ filmen konnte. Allerdings wurde den Zuschauern so unter anderem das massive Multimedia-Angebot vorenthalten, mit dem der Seat Leon auftrumpft. Dieser Artikel wird euch jedoch die ganze ungeschminkte Wahrheit über den Ausnahme-Seat vermitteln. Die geilen Fotos stammen übrigens von Matthias „LowFactory“ Sippel. Seinen Seat haben wir übrigens vor kurzem auch vorgestellt: Slammed Seat Exeo ST

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205 Diesel-Pferde im Seat Leon

Unter der Haube des Seats werkelt ein 2-Liter-TDI, der Marcel dank Softwareupdate von Chip4Power 205 Pferde zu Verfügung stellt. Das maximale Drehmoment des Antriebs beträgt nun 425 Nm.

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Da Marcels Optikkonzept sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche des Fahrzeugs zieht, blieb der Motorraum auch nicht von Schönheitsoperationen verschont. Mit Carbonparts und im Wassertransferdruckverfahren beschichteten Teilen in Schwarz-Orange passt hier alles zur Außenhaut des Leons.

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Ein spanischer Traum in Lumina Orange

Die markante Lackierung bekam der Seat Leon 1P bereits in seiner Geburtsstätte verpasst. Marcel Schmidt kombinierte die Lackflächen in Lumina Orange mit hart kontrastierendem Schwarz. Carbon, Lack und sogar die LED-Rückleuchten von Dectane weisen den dominanten Farbton optisch in seine Schranken. A propos „LED“ und „Dectane“: Seitenblinker und Kennzeichenbeleuchtung greifen auf die gleiche Technik zurück und stammen auch vom gleichen Hersteller.

Glatt wie ein Babypopo...

Glatt wie ein Babypopo…

Die Karosserie bekam neben dem markanten Bodykit von JE-Design einige Cleaningmaßnahmen verpasst. So findet man zum Beispiel keinerlei Seat-Embleme mehr vor. Auf den Heckscheibenwischer verzichtet Marcel ebenfalls gerne. Sogar das Dreiecksfenster an der C-Säule wurde mit Modifikationen belästigt. Außerdem erhielten die vorderen Radhäuser aufgrund der Veränderungen in Sachen „Räder und Fahrwerk“ eine passende Erweiterung.

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Schuhwerk & Fahrwerk

Wenn wir schonmal beim Thema sind: Dank der Radhausupdates haben die OZ-Räder genügend Platz unter dem Seat Leon. Damit das Modell Ultraleggera in 9×19 Zoll perfekt zur Stylelinie passt, wurde auch hier nicht mit Lumina Orange gegeizt. Hinter den Walzen lacht den Betrachter eine alles andere als serienmäßige Bremsanlage an. An der Vorderachse sorgen 356er Scheiben und 8-Kolben-Sättel für Sicherheit. Hinten sind 310er Scheiben mit den passenden Sätteln vom VW Golf 5 R32 im Einsatz.

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Der satte Tiefgang wird durch ein Luftfahrwerk von German Airride Systems (kurz: „G.A.S.“) in der Variante 1 ermöglicht. Mit Lufterzeugungskit, großem Kompressor, Accuair VU4-Ventilblock, Accuair eLevel & Fernbedienung sorgt es für einen standesgemäßen Showeffekt in unmittelbarer Nähe des Bodenbelags. Das „Projekt Seat“ liegt bei Bedarf nämlich quasi auf dem Asphalt.

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Interieur-Update vom Feinsten im Seat Leon

Marcels Stylekonzept wurde natürlich auch in der Fahrgastzelle gnadenlos durchgezogen. Viele Interieurelemente glänzen in Echtcarbon oder Lumina Orange. Außerdem kommt Leder und Alcantara in rauen Mengen zum Einsatz. Nicht nur die Sitze und Türpappen wurden so veredelt. Auch die A-, B- und C-Säulen sowie der Himmel blieben nicht verschont. Die im Vergleich zur Serienaustattung dunkleren Cupraparts tun ihr übriges zum Flair des Interieurs. Außerdem wurden ausnahmslos alle Beleuchtungseinheiten im Innenraum gegen blaue LEDs getauscht, was natürlich für eine völlig andere Stimmung im Inneren des Spaniers sorgt.

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Da der Notsitz der Rückbank dauerhaft an den Tank des Luftfahrwerks verpachtet ist, gilt Marcels Seat Leon höchstoffiziell als 4-Sitzer.

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Multimediamonster

Wie eingangs schon erwähnt, ist Marcels Seat Leon ein rollender Hotspot (SSID: projekt-seat.de). Aber auch darüberhinaus wurden in Sachen „Multimedia“ alle Register gezogen.

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Da wundert es den Betrachter auch nicht weiter, dass der ehemalige Stauraum im Heck gänzlich und komplett dem Entertainmentfaktor weichen musste. Und da die Modifikationen in Sachen „HiFi und Multimedia“ so weitreichend sind, haben wir euch das von Marcel höchstpersönlich ausgefüllte Datenblatt mit allen Infos zu seiner Unterhaltungselektronik an das untere Ende dieses Artikels gesetzt.

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Projekt-Seat.de

So lautet die Adresse von Marcels Website, die ihr unbedingt mal besuchen solltet. Er bloggt dort, was das Zeug hält. Der Mann aus Groß-Gerau hat in der Zeit seit dem Kauf des Leons im Jahre 2010 richtig Gas gegeben und „so nebenher“ einen echten Ausnahme-Seat kreiert, nachdem er in den 1990ern bereits mit einem VW Golf 2 GTI in Jägermeister-Orange in der Szene unterwegs war und sich danach eine intensive Auszeit gönnte.

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Ein erneuter Rückzug ist im Moment wohl eher ausgeschlossen. Marcel steuert während der Hochsaison nämlich jedes Wochenede ein Event oder Treffen an. Seine Frau Katja ist begeistert mit am Start und fährt einen mittlerweile natürlich auch nicht mehr serienmäßigen Seat Exeo ST, dem noch weitere Modifikationen bevorstehen. Wir werden also sicher nicht das letzte Mal vom Fuhrpark der Familie Schmidt berichtet haben…

Datenblatt „HiFi und Multimedia“

Eingebaut von: u.a. DM CarDesign
Monitore: 4 Stk. Alpine TME-M780
Sonstige Komponenten:
– Kenwood DNX-7210BT Headunit
– CanBus Interface Kenwood CAW-CKIMVW1 und Anschlußkabel Kenwood CAW-KIMUN1
– Digitaler Soundprozessor Alpine PXA 800H
– Steuerung DSP Alpine RUX C800 incl. Showausbau auf Amaturenbrett
– Dreambox 800SE als Media Center incl. eingebauter Festplatte und DVB-T Antenne
– 2 x Gelbatterie Stinger SPV20 —> hinter der Rücksitzbank
– 2 x Rainbow iPaul 4.300 Endstufe —> in der Radhausmulde
– 1 x Rainbow iPaul 2.400 Endstufe —> im Beifahrerfußraum
– A-Säule je 1 x CS210 Vanadium Cross 10cm 2 Wege System mit 26mm Seiden Hochtöner
– vorderen Doorboards je 2 x 13cm Rainbow SoundLine Tief- Mitteltöner
– hinteren Doorboards je 1 x 13cm Rainbow SoundLine Tief- Mitteltöner
– Kofferraum Showausbau incl. 2 x 20cm Subwoofer Rainbow Vanadium
– Heckklappe Showausbau incl. 2 x 7 Zoll Alpine TME-M780 LCD Monitor
– Kopfstützen 2 mal 7 Zoll Alpine TME-M780 LCD Monitor
– Dämmung mit STP Gold
– iPod 160GB Generation 7

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