Besonders bei Fahrzeugen aus den Staaten werden die Begriffe Muscle-Car und Pony-Car nahezu inflationär benutzt. Dabei kann man relativ genau abgrenzen, was das eine oder andere ist.

Möchte man die beiden Begriffe „Muscle-Car“ und „Pony-Car“ übersetzen, ist man mit „Muskel-Auto“ und  „Pony-Auto“ nicht wirklich schlauer als vorher. Was es mit den „Muscle-Cars“ und „Pony-Cars“ wirklich auf sich hat, erfahrt ihr im Folgenden.

Was ist ein Muscle-Car?

Fahrzeuge, die unter die Kategorie „Muscle-Car“ fallen, zeichnen sich durch die besonders starke Motorisierung aus. Basis stellt dabei zumeist ein amerikanisches Großserienmodell der 60er und 70er dar, welches ab Werk mit einem V8 Motor ausgestattet wurde. Zielgruppe der stark motorisierten Mittelklassewagen war vor allem die jüngere Käuferschicht, weswegen der Preis mit 3900 US-Dollar recht moderat war.

Die Bezeichnung „Muscle-Car“ entstand jedoch erst im Nachhinein, zu ihrer Blütezeit wurden die PS-Monster als „Super-Cars“ bezeichnet. Doch nicht jedes klassische US-amerikanische Fahrzeug mit stärkerer Motorisierung fällt in diese Kategorie. Die klassischen „Muscle-Cars“ sind der Dodge Charger, Pontiac GTO, Plymouth Road Runner, Chevrolet Chevelle und Ford Gran Torino. Größenmäßig lassen sich die „Muscle-Cars“ zwischen den „Full Size“-Wagen und dem „Pony-Cars“ wie etwa dem Ford Mustang ansiedeln.

Dodge Charger Muscle-Car

Der Dodge Charger ist ein typisches Muscle Car.

Den Dodge Charger gibt es auch heute noch. Wirf einen Blick auf den Dodge Charger R/T 2015.

Was ist ein Pony-Car?

Der Ford Mustang ist hier ein gutes Stichwort, denn als „Pony-Car“ bezeichnet man landläufig alle Fahrzeuge, die sich am Mustang orientieren. Der Name „Pony-Car“ leitet sich dabei von dem namensgebenden Wildpferd ab.

Im Gegensatz zu einem „Muscle-Car“ sind „Pony-Cars“ kompakter konstruiert, aber dennoch mit einer guten Motorisierung versehen. Zielgruppe der Coupés oder Cabrios war auch hier eine junge Käuferschicht. Neben dem Steckenpferd Ford Mustang zählen auch der Pontiac Firebird und der Chevrolet Camaro zu den klassischen „Pony-Cars“.

Auch in Deutschland wurde versucht, das Konzept der „Pony-Cars“ nachzuahmen. Natürlich mit deutlich kompakteren Wagen und schwächeren Motoren. Prominente Beispiele dieser „Sportcoupés“ sind der Opel Manta oder Ford Capri.

Ford Mustang

Ford Mustang – Vorzeigebeispiel und Namensgeber der Pony-Cars

Wie unterscheiden sich Muscle Cars zu Pony Cars?

Pony und Muscle Cars unterscheiden sich vor allem in den Maßen und den eingesetzten Motoren. Pony Cars, besitzen gegenüber Muscle Cars, ein kompakteres Format, und einen schwächeren Motor. Man könnte also sagen, dass das Muscle Car der „große Bruder“ des Pony Cars ist.

In den 1950er-60er Jahren kam das Muscle/Pony Car in Form des Ford Mustang ebenfalls nach Deutschland. Es galt: je größer, stärker und protziger, desto besser. Typisch für beide Autos war ein V8 Motor, der ordentlich Leistung brachte. Öfter wurde sogar ein V8 Hemi Motor eingebaut (verbraucht noch mehr Platz aber hat noch mehr Power als ein herkömmlicher V8).

Heute allerdings geht der Trend der Pony- und vor allem Muscle Cars zurück. Die früher recht klare Abgrenzung der beiden Modelle verwischt immer weiter. Zudem zählt das Muscle Car heute eher zu einem Auslaufmodell, so sagt man, dass heute genau genommen nur noch der moderne Challenger klar als Muscle Car zu klassifizieren ist, obwohl er ursprünglich als Pony Car eingestuft wurde.

Als klassisches Pony Car wird u.a. der Ford Mustang gezählt, der auch der Begründer dieser Autokategorie ist. Andere Pony Cars sind z.B. der Pontiac Firebird oder der Dodge Challenger.

Ein weiterer erwähnenswerter Grund, weshalb das typische Muscle Car ein Auslaufmodell ist, sind die stetig steigenden Benzinpreise. Wie bereits oben erwähnt, ist ein V8 typisch für ein Muscle Car, um ein Maximum an Power aus dem Auto zu bekommen. PS Zahlen von 400-500 (oder mehr) PS und ein großer Hubraum sind keine Seltenheit. Dementsprechend ist auch der Spritverbrauch. Durchschnittliche Verbrauchszahlen von 14 bis 30 Liter/100km sind der Preis, den man für die hohe Leistung zahlen muss.


Datum der Erstveröffentlichung: 05.02.2014

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