Static oder Airride? – muss man diese Frage stellen, ist das entweder Kompliment oder Schmach für den betreffenden Wagen. Doch dieser hellblaue Lexus IS200 muss sich auf keinen Fall verstecken, was er nicht zuletzt seiner tiefen Gangart zu verdanken hat.

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Bodenständig: Der Lexus IS200 geht per Gewindefahrwerk in die Knie.

Bitte, sei static! Dieser Satz geht mir jedes Mal durch den Kopf, wenn ich einen Wagen mit dem Tiefgang des hier vorgestellten Lexus IS200 sehe. Zugegebenermaßen, die Tieferlegung des Japaners ist ein echter Knackpunkt: Für ein Airride wäre die Gangart nicht wirklich tief – fährt man das ganze allerdings mit einem Gewindefahrwerk, so sieht die Sache schon ganz anders aus. Wer einmal in unmöglichsten Winkeln versucht hat, in drei Anläufen den abgeflachten Bordstein seiner Einfahrt hochzukommen, weiß wovon ich rede.

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Die „Erebuni Shark“-Stoßstange sorgt für einen aggressiven Look.

Doch zurück zu dem hier vorgestellten Lexus IS200. Ein Blick auf den Kabelbinder, welche die „Erebuni Shark“-Stoßstange am herunterfallen hindern, gibt mir neue Hoffnung. Schließlich muss ein Blick ins Datenblatt Klarheit schaffen. Und da steht es schwarz auf weiß: „TTE Gewindefahrwerk mit gekürzten Dämpfern“. 160mm Tieferlegung und das ganze per Gewinde – so muss das! Zusammen mit 4,5° und 6° Sturz auf Vorder- bzw. Hinterachse ergibt das Ganze einen wirklich stimmigen Gesamteindruck.

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Nicht mehr viel Platz: Das Fitment des IS200 ist einwandfrei.

Doch anstatt wie bei vielen JDM-Fahrzeugen mit übertriebenem Sturz seine Runden zu drehen, wurde bei diesem IS200 Hand ans Blech gelegt, um die 8×18 Zoll großen ProLine Felgen unter die Radhäuser zu bringen. Ein Satz 25mm Spurplatten an der Hinterachse sind da schon fast Pflicht, damit auch das Fitment des Japaners nicht auf der Strecke bleibt.

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Auch ein schöner Rücken kann entzücken: Das Heck mit subtilen Details.

Ansonsten finden sich am äußeren des „Babyblau matt“ lackierten Japaners zahllose kleine Details, die dem Lexus seinen ganz eigenen Style verleihen. Nicht übertrieben und auf den ersten Blick sichtbar, trotzdem ganz klar keine Serie. Ebenso verhält es sich im Innenraum: Es lässt sich nur schwer sagen, welche der Komponenten ab Serie verbaut, von IS200 Sport nachgerüstet oder vom Besitzer selbst in edles Porscheleder getaucht wurden. Und dabei geht es doch eigentlich beim Tuning: Einen Wagen so zu modifizieren, wie ihn der Hersteller eigentlich hätte bauen sollen.

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Als Daily-Driver viel zu schade: Der modifizierte Japaner.

Einzig im HiFi-Bereich fällt es nicht schwer zu sagen, was Serie ist und was nicht. Doch das liegt beim besten Willen nicht an der mangelnden Verarbeitung: Vielmehr verfügt der Kofferraum nach der Installation der Sound-Komponenten gerade noch über das Platzangebot eines Smart. Doch einen Wagen wie dieser Lexus IS200 wäre als Daily-Driver sowieso viel zu Schade.

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Das hellblau steht der Lexus ausgezeichnet.

 

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