Dabei hat sich Daimler mit dem neuen Mercedes S-Klasse Coupé doch reichlich Mühe gegeben. Ein moderner 5.5-Liter-V8 mit Biturbo-Aufladung und wahlweisem Allradantrieb bilden das Herzstück. Doch bei den Tunern scheint gerade wegen dieses Modells Hochsaison: Nach G-POWER und VOLTAGE Design stürzt sich nun auch Fahrzeugveredler Brabus auf das schnittige Gefährt. Heraus kam bei dem umfangreichen Aufwertungsprojekt der BRABUS 850 6.0 Biturbo, natürlich mit vierstelligem Newtonmeter-Wert.

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Knackarsch serienmäßig: Der BRABUS 850 6.0 Biturbo überzeugt durch neue seine Schürze und den Carbon-Spoiler.

Power satt für das BRABUS 850 6.0 Biturbo Coupé

Einem solch wunderbaren Gefährt wie dem C217 auf S-Klasse-Basis frönt man nur allzu gerne. Das V8-Biturbo-Triebwerk strotzt dank seiner 585 PS und 900 Nm Drehmoment nur so vor Kraft. In 3,9 Sekunden kommt der Kaliber dank einer 4MATIC-Version sogar schon auf Tempo 100, auf Wunsch wird die Vmax bis zur Marke von 300 Km/h freigegeben. Doch keine Sorge: Nur wenige Tuner lassen sich von diesen Werten irritieren oder gar abschrecken, Brabus jedenfalls zählt sich selbst nicht zu dieser Gruppe. Und wenn man so einem Gefährt schon an die Zylinder geht, dann bitte auch richtig. Vorhang auf für den BRABUS 850 6.0 Biturbo!

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Ihm geht es mächtig an die Gurgel: Der V8-Motor muss für das Upgrade auf den BRABUS 850 6.0 Biturbo den Bohrer über sich ergehen lassen.

Zwecks Leistungssteigerung wurden die Zylinder aufgebohrt und mit eigens geschmiedeten Kolben versehen. Zum auf sechs Liter angewachsenen Hubraum gesellen sich auch eine Spezialkurbelwelle mit längerem Hub, modifizierte Zylinderköpfe sowie zwei Spezialturbolader mit größerer Verdichtereinheit und angepassten Abgaskrümmern. Für eine anständige Beatmung sorgt ein voluminöseres Luftfiltergehäuse mit größerem Ansaugquerschnitt und ebenfalls größeren Carbon-Luftführungen. Um nicht mehr benötigte Abgase ordnungsgemäß abzuführen, bekommt der BRABUS 850 6.0 Biturbo auch ein sportiv ausgelegtes Abgassystem verpasst: Die Edelstahl-Sportauspuffanlage kommt serienmäßig mit Klappensteuerung vom Tuner, zudem beinhaltet sie spezielle Metallkatalysatoren mit 75 Millimeter-Downpipes.

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Sogar das Triebwerk wird im BRABUS 850 6.0 Biturbo formschön verpackt.

Flott unterwegs mit elektronischen Schranken

Wenn die umprogrammierten Kennfelder Zünd- und Einspritzzeitpunkt erst einmal in Einklang gebracht haben, kann den BRABUS 850 6.0 Biturbo wohl kaum noch etwas halten: Sagenhafte 850 PS sowie unmenschliche 1.450 Nm Drehmoment vermag das modifizierte Triebwerk auf den Antriebsstrang loszulassen. Zum eigenen Schutz wird letzteres jedoch auf 1.150 Nm begrenzt, zwischen 2.500 und 4.500 U/Min galoppiert der Benz aber unverzüglich mit Volldampf davon. Der neue Topspeed wird mit 350 Km/h ebenfalls elektronisch eingeschränkt, hier kommt es jedoch allein der Bereifung zugute. Den Kavalierstart erledigt der BRABUS 850 6.0 Biturbo jetzt in nur noch 3,5 Sekunden (Serie: 3,9), binnen 9,4 Sekunden wird sogar Tempo 200 erreicht.

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Volle Kraft voraus: Dank des neuen Frontspoilers wird die Vorderachse zusätzlich im Abtrieb stabilisiert.

Für den ordnungsgemäßen Grip bei den gewaltigen Geschwindigkeiten, sorgen am BRABUS-Monster wahlweise Continental-, Pirelli- oder Yokohama-Pneus. Je nachdem für welche Felgengröße zwischen 18 und 22 Zoll man sich entscheidet, variiert entsprechend das Reifenmaß – eine warme Empfehlung scheint aber wohl das hauseigene 21-Zoll-Monoblock-Schmiederad „Platinum Edition“ zu sein, das auf dem Genfer Autosalon an den Achsen des BRABUS 850 6.0 Biturbo prangen wird. Vorn sind dabei 255/35 ZR21-Pneus aufgezogen, die antriebsbetonte Hinterachse trägt das Format 295/30 ZR21. Wer wählerisch bleiben möchte, hat sogar drei Felgen-Designs zur Auswahl: Das Monoblock F Kreuzspeichenrad in Shadow Gold Chrom (Messe-Exemplar), ein hochglanzpoliertes Monoblock VI-Rad mit sechs Doppelspeichen oder das R Design mit versetzten Speichenpaaren.

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Elegantes Räderwerk: Der BRABUS 850 6.0 Biturbo überzeugt auch durch die hauseigenen Rad-Designs.

Mehr geht immer – auch bei der Aerodynamik

Und wer noch mehr vom Felgenkuchen sehen möchte, kann sich ja auch für das Monoblock G-Rad mit 22-Zoll-Abmessung beim BRABUS 850 6.0 Biturbo entscheiden. Einhergehend mit dem phänomenalen Niederquerschnitt bietet der Tuner auch ein passendes Tieferlegungsmodul an, bei dem die Karosserie um weitere 15 Millimeter abgesenkt wird. Für ein zusätzliches Maß an Aerodynamik setzt man beim Zweitürer auch auf neue Exterieurkomponenten: Die Frontschürze bekommt einen Carbonspoiler für mehr Abtrieb auf der Vorderachse verpasst, für die großen Lufteinlässe werden Carbon-Elemente verbaut um ein gewisses Rennsport-Flair aufkommen zu lassen. An der Heckpartie dominieren der große Sichtcarbon-Diffusor inklusive der neuen BRABUS-Endrohre sowie eine dezente Spoilerlippe.

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Und auch das Interieur des BRABUS 850 6.0 Biturbo besticht durch Qualität und feinfühliges Design.

Ein Blick ins Interieur des BRABUS 850 6.0 Biturbo komplettiert das rundum gelungene Tuningprogramm aus Bottrop: Das schwarze Mastik-Leder ist nicht nur weich und atmungsaktiv, es sieht auf den Sitzen des Benz auch noch wunderbar aus und lädt zum Verweilen ein. Zum dunklen Polsterdesign gesellt sich der Kontrast der kupferfarbenen Nähte, gleich im Farbton wie die 21-Zoll-Monoblock-Räder kommen zudem weitere 219 Einzelteile im Interieur zum Einsatz – u. a. die Umrandungen in der Türverkleidung und die Schaltpaddles am Lenkrad. Letztere bestehen obendrein aus hochwertigem Aluminium, ebenso die Pedalerie und Türpins. Als weitere Highlights im BRABUS 850 6.0 Biturbo zeigen sich ein schwarzer Alcantara-Dachhimmel sowie Echtcarbon-Elemente mit glanzvoller Versiegelung.

Fotos: BRABUS

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