Wer in diesen Tagen bereits auf sein Tuningprojekt für die Saison 2016 schielt und bei sonderbaren Clubsport-Exemplaren nicht abgeneigt ist, kommt an diesem Gerät nicht vorbei. Der Audi TT RS alias Black Hawk von Tuner HPerformance stellt leistungstechnisch so einiges in den Schatten.

Nicht nur am Hintern knackig: Der Audi TT RS von Tuner HPerformance.

Nicht nur am Hintern knackig: Der Audi TT RS von Tuner HPerformance.

Mit dem Audi TT RS zum Weltrekord?

Optisch machte die zweite TT-Generation im sportlichen Sinne ja schon deutlich mehr her als die eher rundlich definierte Erstgeburt aus Ingolstadt. Doch die Ansehnlichkeit war bei diesem Exemplar wohl eher Nebensache, wenn auch der Audi TT RS des Tuners HPerformance sich für sein Aussehen nicht zu schämen braucht.

Dezent verewigt: Beim Audi TT RS schimmern die Initialen des Tuners durch den Kühlergrill.

Dezent verewigt: Beim Audi TT RS schimmern die Initialen des Tuners durch den Kühlergrill.

Ein Blick unter die Haube verrät jedenfalls, dass hier Profis am Werk gewesen sein müssen: Die Frontpartie des Audi TT RS beginnt mit dem Verbau eines mächtigen Clubsport-Ladeluftkühlers, der seine Luftzufuhr über eine 90 Millimeter Ansaugung sicherstellt und ein wichtiger Verbündeter des 2.5 TFSI Fünfzylinders ist. Dessen Herzoperation beinhaltete wiederum die Nachrüstung eines GTX 35 Abgasturboladers.

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Doch damit nicht genug: Dem Turbo nachgeschaltet, haben die Jungs von HPerformance einen hauseigenen Abgaskrümmer installiert – selbstredend für eine möglichst performante Ausrichtung des Triebwerks. Diese gelang letztendlich auch dadurch, dass über eine Sportabgasanlage die restliche Abluft problemlos ihre Freiheit finden darf.

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Mit der Softwareabstimmung auf bis zu 750 PS

Die optimierte Frischluft-Zufuhr, gepaart mit kultiviertem Klangbild der Clubsport-Abgasanlage, lässt vor allem die Herzen von Rallye-Fans höher schlagen. Dank einer Kooperation mit Tuner MTR-Performance, konnte man dem Audi TT RS auch die wohl verdiente Software-Abstimmung verpassen, um die Serienkomponenten mit den entscheidenden Umbauten in Einklang zu bringen.

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Dank einer final nachgerüsteten Hochdruckpumpe für die Kraftstoffzufuhr, rennt der sogenannte Black Hawk nun mit bis zu 750 PS und ebenso sagenhaften 880 Nm Drehmoment über die Piste. In Anbetracht der Serienleistung von gerade einmal 340 PS aus den fünf Töpfen, darf sich HPerformance beim Audi TT RS wohl selbst auf die Schulter klopfen.

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Safety first auch beim Audi TT RS-Umbau

Wer ein Tracktool dieser Kraftdimension über Rennstrecken und in freier Wildbahn bewegt, muss sich nebst der Leistung ebenso auf Sicherheitsfeatures verlassen können. Für die gesicherte Kraftübertragung hat man in Osterburken noch eine besonders ausdauernde Sintermetall-Kupplung nachgerüstet.

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Für die entsprechende Negativbeschleunigung verfügt der Audi TT RS zudem über die Keramik-Bremsanlage des großen Bruders Audi R8. Optisch fallen beim grundsätzlich schwarz lackierten Flitzer die matt goldenen Leichtmetallräder ins Gewicht, zudem hat sich der Tuner mit seinen Initialen hinter dem Singleframe-Wabengrill selbst verewigt.

Wer solch ein Fabrikat à la Clubsport-Manier sein Eigen nennen möchte, wird allerdings fürstlich zur Kasse gebeten: Für den Komplettumbau verlangt HPerformance einen Aufpreis von 50.000 Euro, zumindest wenn es wirklich mit 750 PS zur Sache gehen soll. Alternativ gibt es für den Reihenfünfzylinder auch ein Turbo-Einsteigerkit mit 600 PS, das bereits ab 9.999 Euro zu haben ist.

Fotos: J. Miranda

Rauf auf 750 PS: HPerformance gibt dem Audi TT RS Saures
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